Wirbelsäulen Trainingskonzept

Das „dr. kienbacher training“-Konzept ist ein umfassendes Evaluations-

und Behandlungskonzept für Beschwerden und Erkrankungen des

Bewegungs- und Stützapparates.

Es werden zielgerichtet individuelle Behandlungsprogramme erstellt,

basierend auf der ärztlichen Untersuchung, den Fragebögen und

körperlichen Funktionsmessungen. Speziell entwickelte Geräte bieten

eine sichere und effektive Möglichkeit um die Kraft, Koordination

und Flexibilität zu verbessern.

 

Bewegung als Medizin

Zahlreiche Studien konnten zeigen, dass Bewegung als Behandlung für

schmerzende Gelenke helfen kann. Die Wirbelsäule ist allerdings eine

sehr komplexe Struktur. Sie besteht aus Wirbelkörpern, Bandscheiben,

Bändern und stabilisierenden Muskeln. Daher ist ein umfassend

individualisiertes und speziell auf die Beschwerden der jeweiligen Person

zugeschnittenes Trainingskonzept unumgänglich.

Mit Schmerzen und eingeschränkter muskulärer Koordination ist es schwer

Übungen kontrolliert durchzuführen. Spezielle Trainingsgeräte sind nötig,

um den Zielbereich zu isolieren und für gute Kontrolle der Bewegung und

Belastung zu sorgen.

 

Evaluationen

Individuelle Programme erfordern einen umfassenden Überblick über

alle Aspekte des aktuellen Gesundheitszustands und die körperliche Leistungsfähigkeit. Das Evaluationsprotokoll umfasst eine ärztliche Eingangsuntersuchung, validierte Fragebögen, das Schmerzausmaß und eine subjektive Selbsteinschätzung. Die physiotherapeutische Beurteilung erfasst Haltung, funktionale Defizite und körperliche Einschränkungen. Gerätebasierte Tests beinhalten Kraft- und Beweglichkeitsmessungen (Flexion und Extension der Wirbelsäule) sowie Koordination und Ermüdbarkeit der wichtigen stabilisierenden Muskeln.  

Die Ergebnisse werden ausgewertet, mit Sollwerten verglichen und ausgedruckt. Auch Bioimpedanzanalysen (Inbody) zur Ermittlung der Körperzusammensetzung (Muskel- und Fettmasse) durchgeführt.

 

Wissenschaftlicher Nachweis

Trainingserfolge – „dr. kienbacher training“:

Die wissenschaftliche Auswertung der Ergebnisse von medizinischem Training an den David®-Geräten bei über 450 PatientInnen hat nach sechs Monaten folgende statistisch signifikanten Verbesserungen im Vergleich zum Behandlungsbeginn gezeigt:

  • Erhöhung des Bewegungsumfanges um 21%

  • Kraftzunahme der Wirbelsäulenmuskulatur um 30%

  • Schmerzreduktion um 65%


Auch Lebensqualität, Schlafstörungen und Beeinträchtigungen der Aktivitäten im Lebensalltag (z.B. im Haushalt und Arbeit) und der allgemeine Gesundheitszustand verbesserten sich.

Die Universität Köln hat EMG Validierungsstudien durchgeführt um herauszufinden,

ob DAVIDs Isolationsprinzip tatsächlich die Zielmuskeln ermüden lässt während

gleichzeitig die ohnehin ausreichend kräftige umliegende Muskulatur blockiert wird.

Diese Studien haben gezeigt, dass nicht nur die starken Hüftstreckmuskeln blockieren,

sondern die Zielmuskeln (M. erector spinae) besonders gut aktiviert werden (The Spinal

Muscular Profile, Achim Denner, Springer 1992)

Weitere Publikationen befassen sich mit Schmerzintensität, Schmerzfrequenz,

Krankenstandstagen und Arztbesuchen an 4.500 bis 38.000 Testpersonen.

88% der PatientInnen hatten nach dem Training wesentlich weniger Schmerzen.

 

E.g. Integrierte Versorgung Rückenschmerz, wissenschaftliche Dokumentation 2006 – 2008, Dr. Frank Schifferdecker-Hoch, FPZ

Manuelle Medizin 2006, 44:308–312, Springer Medizin

 

Weitere mögliche Indikationen für das „dr. kienbacher training“:

  • Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung bei der die Knochenmasse reduziert und/oder die Mikroarchitektur des Knochens gestört ist. Das Risiko für Brüche steigt. Durch geeignetes Training wird der Knochenabbau reduziert und der Knochenaufbau gefördert.

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